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Die verschiedenen Stadien von Hämorrhoiden

Die verschiedenen Stadien von Hämorrhoiden

Es gibt im Ganzen vier Stadien bei der Hämorrhoidenerkrankung. Diese werden auch als „Grad“ bezeichnet.

Grad 1 Hämorrhoiden

Im ersten Stadium des Hämorrhoidialleidens ist eine Vergrößerung bzw. Erkrankung der Hämorrhoiden äußerlich nicht zu erkennen. Nur durch eine Proktoskopie können Hämorrhoidialleiden in diesem Stadium erkannt werden. Dabei werden bläuliche und rötliche Schwellungen / Knoten im bereich des Enddarms erkannt.

Beschwerden in diesem Stadium sind meist nur bei hartem Stuhl erkennbar, da dieser die Schwellkörper verletzt und Blut auf dem Stuhl oder Toilettenpapier erkannt werden kann. Schmerzen treten im Normalfall in diesem Stadium noch nicht auf. Lediglich ein „Fremdkörpergefühl“ tritt bei einigen Patienten auf. In diesem Stadium ist es teilweise noch möglich, das Leiden mit Nahrungsumstellung zu behandeln.

Grad 2 Hämorrhoiden

Ekzeme und ertastbare Schwellungen treten beim zweiten Stadium der Erkrankung auf. Beim Pressen werden diese nach Aussen gedrückt, ziehen sich in der Regel aber meist wieder zurück.

In diesem Stadium treten auch unangenehme Juckreize und Schmerzen im Bereich des Afters auf. Die Blutungen nehmen hier allerdings ab.

Grad 3 Hämorrhoiden

Hämorriden dieses Stadiums sind stark mit Blut angefüllt und werden beim Stuhlgang nach außen gedrückt. Bei diesem Grad ziehen sich die Hämorriden nicht wieder zurück, man muss sie mit der Hand in den After zurückschieben. Schmerzen sind zu 95% der Fälle in diesem Stadium zu erwarten. Entzündungen, der damit verbundene Juckreiz sowie ausfließende Sekrete sind ebenfalls in diesem Stadium vorhanden.

Grad 4 Hämorrhoiden

Im vierten Stadium des Leidens treten starke Schmerzen auf. Angeschwollene Hämorriden sind nun deutlich zu sehen und treten dauerhaft nach außen. Ein Zurückschieben mit der Hand ist meist nicht mehr möglich. Entzündungen, Geschwüre, Juckreiz und austretendes Sekret gehen mit den Schmerzen einher.

Dieses „Endstadium“ wird in Fachkreisen auch fixierter Aftervorfall bezeichnet und sollte umgehend behandelt werden!